Der ideale Sand für den Reitplatz – II

10.08.2010

Reitplatzsand QuarzsandSand ist nicht gleich Sand. Denken Sie einfach einmal an den Sand, den Sie am Meeresstrand finden. Wird er stark durchfeuchtet, kann er zu einer festen Unterlage werden, auf dem man Gelenke schon heftig belastet, wenn man dort z.B. joggt. Wird er zu nass, besteht höchste Rutschgefahr. Ist der Sand von der Sonne ausgetrocknet, dann fällt er völlig auseinander, die Füße sinken tief ein und das Gehen wird zu einer echten Herausforderung. Man stelle sich vor, schwere Pferde sollen auf einem solchen Untergrund gute Galopp- oder gar Springleistungen bringen. Da wäre manche gezerrte Sehne vorprogrammiert. Oder stellen Sie sich den stark lehmhaltigen Bausand vor. Auch er ist nicht geeignet, um als Tretschicht für einen Reitplatz zu dienen. Viel zu schwer und feucht ist er, bildet Klumpen, verklebt die Hufe und sieht schon nach wenigen Reitstunden vermutlich aus, wie dreimal umgegraben.

Guter Reitplatzsand muss die besten Eigenschaften aufweisen, um Pferd und Reiter optimalen Lauf-, Spring- und Reitgenuss zu bieten.
Möglich ist das mit Reitsand der zu über 90 % aus Quarz besteht.

Sand aus Quarz ist fest und nachgiebig zugleich.

Pferde, die auf Quarzsand laufen, sinken im Schnitt nur 1,5 cm tief in den Sand ein. Für Pferdegröße und -gewicht ist so ein Boden ohne zusätzlichen Kraftaufwand angenehm zu laufen. Der aufgesetzte Huf sinkt nicht tiefer ein, weil der Boden sich unter dem Gewicht punktuell verdichtet, ohne steinhart zu werden und damit Halt gibt, für den nächsten Schritt. Dennoch bleibt der Sand locker und tritt sich nicht fest. Damit ist gewährleistet, dass nachfolgende Pferde (wie im Reitunterricht üblich) ihre Hufe nicht auf festgetretenen, unebenen Sand setzen müssen.

Quarzsand bleibt immer locker und gibt nur soviel nach, wie es nötig ist, um das Gewicht des Pferdes gelenkschonend aufzufangen und abzufedern. Klumpenbildung und Stolperfallen treten deshalb gar nicht erst auf. Diese Festigkeit von Quarz Reitsand hat sich im Reitsport auch beim Springreiten bewährt, wo die Fesseln der Pferde unter extremer Belastung stehen. Quarzsand sorgt dafür, dass die Rutschgefahr minimiert wird, bietet nach dem Sprung festen Boden, der die Energie des Sprungs aufnimmt und nicht komplett in die Gelenke überträgt. Hufe, Fesseln und letztlich der Rücken der Pferde werden geschont.

Teil 2 v. 3.    Teil 1 und Teil 3 des Artikels

Foto: Lara / pixelio.de


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