Reithallenbau

27.07.2010

Reithallenbau Für ein privat genutztes Pferd ist eine Reithalle durchaus kein Muss. Man kann sein Pferd auch ausschließlich auf der Weide und im Stall halten und ansonsten draußen ausreiten. Und das auch bei (fast) jedem Wetter. Dennoch ist es manchmal einfach praktischer, wenn man die Möglichkeit hat, bestimmte Dinge in der Reithalle zu trainieren.

Interessant ist eine eigene Reithalle deshalb vor allem für Anbieter von Pferdeunterkünften und Anbieter von Reitferien und natürlich für Reitvereine. Doch nicht überall ist das Geld vorhanden, um sich eine Reithalle fix und fertig bauen oder aufstellen zu lassen. Das ist aber auch nicht unbedingt erforderlich. Will man die Kosten minimieren, dann sollte man sich mit dem Gedanken, eine Reithalle selber zu bauen, ruhig einmal näher beschäftigen.

Reithallenbau erfordert Fachwissen
Natürlich ist ein Reithallenbau zunächst einmal ein großes Projekt, für das man viele helfende Hände braucht. Vor allem aber muss man sich Know How zulegen, damit die Halle zum einen den Ansprüchen von Reitern und Pferden genügt und zum anderen alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt.

Ein Architekt sollte unbedingt beratend zur Seite stehen, schon damit die Statik und die Sicherheit den Bauvorschriften standhalten. Dann ist zu überlegen, ob man einen Holzbau möchte oder eine Stahlkonstruktion. Eventuell auch eine Mischung aus beidem. Nach der Bauart richtet sich die Anlage des Fundaments. Auch die Dachabdeckung ist auf verschiedene Arten möglich. So gibt es auch für Reithallen Ziegelbedachungen oder die klassischen Trapezbleche.

Ein wichtiger Punkt ist nach Fertigstellung, die Befüllung mit Reitsand. Früher nahm man tatsächlich einfachen Sand, der etwas lehmhaltig war. Bei einer Neuanlage sollte man auf Quarzsand zurückgreifen, der sehr viel bessere Eigenschaften aufweist.

Innen sollte ein Deckensprenkleranlage von Anfang an mit eingeplant und –gebaut werden. Nur so kann man den Boden der Reithalle zuverlässig gleichmäßig feucht halten.

Auch an ausreichend viele Fenster sollte gedacht werden, die zweckmäßig sowohl von allen Seiten als auch von oben Licht in die Halle lassen. Das spart letztlich Strom in den Jahreszeiten, in denen es abends früh dunkel wird und das Tageslicht ist insgesamt auch für Pferde angenehmer als Kunstlicht.

Sicherheit muss vor dem Spareffekt stehen
Dies alles ist nur ein Bruchteil der Dinge, die zu beachten sind, wenn man sich entschließt, den Reithallenbau selbst in Angriff zu nehmen. Grundsätzlich ist die Umsetzung auf jeden Fall möglich, vor allem, wenn man über tatkräftige Helfer verfügt, die sich mit dem Bau einer Reithalle auskennen. Angesichtes der großen Verantwortung, die mit dem Bau einer solchen Halle verbunden ist, sollte man sich allerdings immer die Option offenhalten, den Bau doch in die Hände von Profis zu legen. Auch wenn das auf den ersten Blick teurer zu sein scheint, wird ein angefangener Eigenbau, der nicht allen Vorschriften, Ansprüchen und Sicherheiten entspricht, vermutlich am Ende sehr viel mehr Zeit, Geld und Nerven kosten.

Foto: Benedikt Knüttel; Fotolia.com

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