Hautkrankheiten beim Pferd

11.02.2009

Meistens sind es die Menschen die selber Tiere haben, die daran denken, dass auch Tiere unter ähnlichen Hautkrankheiten leiden können wie Menschen. Auch bei Pferden ist eine Zunahme von Hautkrankheiten zu registrieren, die es früher selten gab. Einige dieser Krankheiten werden durch Umwelteinflüsse ausgelöst, die das Immunsystem schwächen und irritieren. Daneben gibt es Hautkrankheiten, die durch allergische Reaktionen ausgelöst werden, z. B. durch Zusatzstoffe im Futter. Manchmal muss man lange nach den Ursachen suchen.
Ganz wichtig ist es, ein beginnendes Ekzem ernst zu nehmen und mit geeigneten Mitteln so zu behandeln, dass die Hautareale sich nicht durch Verunreinigungen entzünden.

Am Bekanntesten ist wahrscheinlich das Sommerekzem, das durch Insektenstiche ausgelöst werden kann, die das Pferd aufscheuert. In der aufgescheuerten Wunde sammelt sich schnell Staub und Schmutz. Hier ist zu allererst an Vorbeugung zu denken. Es gibt spezielle Schutzdecken und Hilfen für den Kopf und den Körper. Sie sehen zwar nicht immer besonders toll aus, können einem Pferd aber die Qualen von Juckreiz ersparen. Das Sommerekzem ist regelmäßig zu behandeln. Die betroffenen Stellen müssen geschützt werden, damit das Pferd sie nicht immer wieder aufscheuert. Zur Linderung versorgt man die Stellen regelmäßig mit natürlichen Salben. Dafür eignen sich Salbenaufbereitungen z. B. mit Hamamelis, Ringelblume oder Aloe vera in Vaseline. Der Tierarzt kann auch antibakterielle juckreizstillende Salben verschreiben. Sommerekzeme heilen im Winter ab. Ähnlich behandelt werden Ekzeme, die sich durch Druckstellen entwickelt haben.

Schwieriger ist die Suche nach dem Auslöser, wenn der Verdacht einer Futterallergie besteht.
Oft liegen die Ursachen in den zusätzlichen Futtermitteln, die man seinem Pferd gibt, um ihm eine vollwertige Ernährung zu sichern. Oder das Angebot ist einfach zu groß, so dass das Verdauungssystem es nicht verwerten kann. Nicht immer sind die angebotenen Futtermischungen frei von Zusätzen. Deshalb sollte vor der Fütterung unbedingt die Liste der Inhaltsstoffe beachtet werden. Um herauszubekommen, um welches Futter es sich handelt, lässt man zunächst alle Sorten von Zusatzfutter weg. Zeigt sich eine Besserung, kann man beginnen, nach und nach anderes Futter zu geben. Und zwar immer nur eine Sorte. Dann wird erst wieder beobachtet, ob das Pferd allergische Reaktionen zeigt. Sobald nach einer veränderten Futtergabe die Allergie erscheint, ist meist auch der Verursacher gefunden. Allergien belasten den gesamten Organismus des Pferdes und sind eine systemische Erkrankung. Die Hautzeichen sind lediglich ein Symptom. Ein Pferd, das ständig unter Allergien zu leiden hat, kann nicht mehr die gewohnte Leistung bringen, da Allergien häufig auch mit Fieber einhergehen. Der ständige Juckreiz macht das Tier zudem nervös und unberechenbar.


6 comments Add your comment »

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Martin
Februar 12th, 2009

Es gibt auch einige Hersteller von extra leicht verträglichem Futter. Aber ob man das bezahlen will?

Christina
Februar 12th, 2009

Unter Umständen sollte man bei Bedenken auch einfach jemanden Fragen der sich damit auskennt und nichts verschleppen…

Ulli
Februar 12th, 2009

Hallo Oliver,

Deine Gedanken zu den Hauterkrankungen beim Pferd kann ich sehr gut nachvollziehen und stimme mit dir in der Betrachtungsweise ueberein.
Ich setze in der Behandlung noch einen Schritt frueher ein, indem ich mich um den Darm als groesstes Stoffwechselorgan kuemmere. Meiner Erfahrung nach bringt eine Ausschlussdiaet nur einen kurzfristigen Erfolg, da durch Fehlernaehrung die Darmflora des Pferdes aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wenn ich bestimmte Komponenten der Fuetterung weglasse, werden die schmarotzenden Mikroorganismen, die sich auf diese Bestandteile spezialisiert haben, fuer kurze Zeit nicht mehr genaehrt, mit dem Erfolg, dass auch ihre Stoffwechselprodukte in dieser Zeit keine Belastung mehr fuer die Entgiftungsorgane liefern. Diese Mikroorganismen sind aber in der Lage sich nach einer gewissen Zeit auf andere Ingredienzien einzustellen und somit wird es immer schwieriger, mit einer Ausschlussdiaet erfolgreich zu sein. Deshalb stelle ich allen weiteren Massnahmen (Entgiftung des Organismus, Staerkung von Leber und Nieren, Abpufferung von Toxinen aus der Nahrung, Versorgung mit natuerlichen Mikronaehrstoffen) eine Darmsanierung auf Kraeuterbasis voran.
Ich habe in meinem Blog unter “Sommerekzem” http://pfoetchenblog.wordpress.com/2009/01/05/sommerekzem/ bereits einen Artikel zu dieser Problematik verfasst und lade dich herzlich ein, deine Meinung auch dort Kund zu tun. Gleichzeitig werde ich in einem Nachtrag noch auf deinen Artikel verlinken.
Fuer weitere Details unserer Vorgehensweise kannst du mich gerne per e-mail “belaestigen”. ;)
Unsere e-mail-Adresse findest du in unserem Blog unter “Impressum”

Liebe Gruesse, Ulli

Oliver
Februar 13th, 2009

Hallo Ulli,

vielen Dank für deine Gedanken und die Verlinkung.

Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass ein so starker Eingriff in die Ernährung sehr gut durchdacht und überwacht werden sollte. Ich werde mich dann gleich noch deinen Artikel durchlesen.
Grüße,
Oliver.

Casi
Februar 7th, 2010

bei einer meiner stute ist mir aufgefallen das sie das erste mal so lange ich die schon habe das sich PUSTELN wo ich kleine FELL BÜSCHEL mit rausnehmen kann ohne das es ihr weh tut. das hat sie auch nur auf dem Krücken nicht an den seiten oder unter dem Bauch oder Beinen nur auf dem Rücken so wie der regen dran kommt. reiten kann ich total vergessen da geht sie mir ab wegen den schmerzen denke ich dann. WAS KANN ICH MACHEN ????? WER HAT EINE IDEE WIE ICH DAS WECK BEKOMME ?????? Dakent im vorraus

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