Abschwitzdecken – in jeder Jahreszeit unentbehrlich

4.06.2012

Ob im Sommer oder Winter: Es gibt viele Anlässe im Leben eines Reitpferdes, bei denen eine Abschwitzdecke unverzichtbar ist.

In der kalten Jahreszeit geschieht es häufig, dass Pferde unter ihrem dichten Winterfell beim Reiten ins Schwitzen kommen. Nicht selten sind sie klatschnass, besonders im Bereich der Sattellage und in der empfindlichen Nierengegend. In diesem Fall genügt es nicht, sie abzureiben: Bevor sie wieder in den Stall geführt werden, sollten sie in jedem Fall eine Abschwitzdecke bekommen, die ein übermäßiges Auskühlen des Körpers verhindert und die dafür sorgt, dass überschüssige Feuchtigkeit nach außen abgegeben wird. Das Scheren des Pferdes kann eine derart starke Schweißbildung zwar verhindern, in diesem Fall jedoch braucht das Tier im Stall ebenfalls eine wärmende Decke, da das verbliebene Fell zu wenig Kälteisolierung bietet.

 

Abschwitzdecken haben keine Hauptsaison

Im Sommer kommt es natürlich ebenso häufig vor, dass Pferde nach dem Reiten verschwitzt sind. Gehen sie danach auf die Weide genügt eine leichte Abschwitzdecke sicher, da sie sich ja in warmer Luft gemütlich trockenlaufen können. Vor allem, wenn das Wetter sehr warm ist, sollte das Tier nicht einfach ohne Decke und schweißnass in den Stall gebracht werden. Im Stall hat es keine Möglichkeit, sich im langsamen Gang abzukühlen. Sind Fenster und Türen geöffnet, verursacht die Zugluft schnell schmerzhafte Verspannungen oder gar Erkältungen, die nur schwer auszukurieren sind.

 

Für die Weide: regendichte Abschwitzdecken

Für Pferde, die viel im Offenstall oder auf der Weide stehen, lohnt sich in jedem Fall die Anschaffung einer regendichten Abschwitzdecke. Diese ist durch einen raffinierten Materialmix in der Lage, Ausdünstungen der Haut nach außen abzugeben, und gleichzeitig Nässe durch Regen vom Fell fernzuhalten. Es findet bei diesen Decken ein ständiger Luft- und Feuchtigkeitsaustausch statt.

Abschwitzdecken sollten in jedem Fall in der passenden Größe gekauft werden, um ihren Zweck optimal erfüllen zu können. Sind sie zu groß, stellen sie auf der Weide eine Stolperfalle dar, in der das Pferd sich verheddern und böse stürzen kann. Sind sie zu klein, sind Flanken und Kruppe nur unzureichend bedeckt und das Pferd kühlt trotz Decke aus. In jedem Fall lohnt es sich, mit der Abschwitzdecke gleich ein passendes Halsteil mit zu bestellen, sodass der ganze Körper optimal geschützt ist. Optimal sind mindestens zwei Decken für unterschiedliche Witterungsbedingungen sowie für die Weide und für den Stall.

 

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de


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