Ausreiten im Frühjahr

29.03.2009

Der lange Winter, mit seinem oft wenig einladenden Wetter, geht zu Ende und viele Reiter und Pferdebesitzer fiebern den ersten Ausritten des Jahres entgegen. Natürlich kann man auch bei gutem Wetter im Winter mit dem Pferd hinaus ins Gelände, doch wirklich Freude macht das erst, wenn das Wetter trocken und die Wege gefroren, aber nicht glatt sind.

Auch die Pferde freuen sich auf die ersten Ausflüge und man merkt ihnen deutlich an, dass auch sie von Frühlingsgefühlen gepackt werden. Sie wollen aus dem Stall und sich draußen austoben. So manches, als zuverlässig bekanntes Pferd, kann jetzt schon mal etwas übermütig umhertollen, darauf sollte ein Reiter vorbereitet sein. In den meisten Fällen genügt es, wenn man sein Pferd vor dem Ausritt eine Weile auf dem Platz an der Longe laufen lässt. Dort kann es die Energieschübe auspowern und geht anschließend ruhiger unter dem Reiter.
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Wer sein Pferd in ländlicher Umgebung hält, hat oft das Glück, dass er viel Platz für den Ausritt auf wenig befahrenen Wirtschafts- oder Waldwegen findet. Dort ist das Ausreiten für Reiter und Pferd relativ stress- und gefahrenfrei. Anders sieht es aus, wenn man mit seinem Pferd zunächst etliche Straßen überqueren, oder sogar im Schritt entlang reiten muss. Hier muss auf jeden Fall die Straßenverkehrsordnung eingehalten werden. Bevor man sich mit dem Pferd in den Straßenverkehr begibt, muss das Tier dafür trainiert werden. Es darf nicht schreckhaft sein und muss auch die Ruhe behalten, wenn plötzlich Motorräder oder schwere Lkw von hinten angebraust kommen. Auch kleine Wildtiere, die hin und wieder vom Straßenrand hoch flattern, oder davon huschen, dürfen das Pferd nicht irritieren. Geht ein Pferd samt Reiter auf einer befahrenen Straße durch, können die schlimmsten Unfälle geschehen.

Die Straßenverkehrsordnung gilt für ganz Deutschland, doch Achtung: Jedes Bundesland hat für das Ausreiten mit dem Pferd auch eigene Vorschriften, an die man sich unbedingt halten muss. Auch ist nicht jeder Wald und jedes Gelände ohne Erlaubnis benutzbar und mancher Wald ist in Privatbesitz. Deshalb muss man sich vorab unbedingt über diese Dinge informieren.

Auch wenn die Kontrolle von Sattel, Trense und Hufeisen ohnehin regelmäßig erfolgt, ist sie besonders vor jedem Ausritt unverzichtbar. Ein lockeres Eisen kann zu einer Stolperfalle oder gar zu einem gefährlichen Geschoss werden. Altes Leder an Sattel und Trense und mürbe Sattelgurte sollten auf jeden Fall ausgetauscht werden. Im Fachhandel finden sich weitere sinnvolle Hilfsangebote, wie z. B. Sturzbügel, die das Ausreiten erleichtern und sicherer machen. Wer noch nicht so lange reitet, sollte unbedingt mit einer erfahrenen Begleitung ausreiten, die manchen Tipp geben kann und hilft, wenn es doch mal in einer Situation etwas brenzlig wird.


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