Pferde wurden und werden aus den unterschiedlichsten Gründen berühmt. Einige deshalb, weil sie den Grundstein einer besonderen Rasse bildeten, andere, weil sie außergewöhnliche Fähigkeiten hatten oder hervorragende Leistungen erbrachten. Wieder andere Pferde wurden durch ihre Reiter weltberühmt. Hier folgt eine kleine Auswahl, die Liste darf gern ergänzt werden.
Aus Tunesien kam ein Hengst namens Sham, im 17. Jh. als Geschenk nach Frankreich. Ludwig der XV, dem der Hengst geschenkt worden war, erkannte die vollblütigen Qualitäten des Pferdes nicht und so gab es weiter nach England. Sein damaliger Besitzer nutzte ihn als Deckhengst für seine Stute Roxana. Ihr gemeinsames Fohlen entwickelte sich zu einem der berühmtesten Rennpferde. Noch zweimal wechselte Sham den Besitzer in seinem dreißig Jahre währenden Leben als Deckhengst. Er gilt heute als das Pferd, mit dem die Zucht der englischen Vollblutpferde begann. Sein letzter Besitzer gab ihm den Namen Godolphin Barb, auch genannt Godolphin Arabian.
Einen ausgesprochen wilden Hengst hat sich Alexander der Große als zwölfjähriger Steppke ausgeguckt. Sein Name war Bucephalos und er galt in Fachkreisen als unzähmbar. Bis Alexander herausfand, dass das Tier Angst vor seinem eigenen Schatten hatte und vor ihm scheute. Alexander zähmte den Hengst, (eine Legende berichtet, dass das Pferd sprechen konnte!) der ihn später auf seinen Feldzügen begleitete.
Ein anderes Pferd wurde ebenfalls durch seinen Feldherrn berühmt. Im 18. Jh. trug Maréngo seinen Reiter Napoleon durch viele siegreiche Schlachten. Die Schlacht bei Maréngo, in der Napoleon den Sieg über Österreich erzwang, bescherte dem Hengst seinen Namen. Das Pferd soll lediglich 1,40 m groß gewesen sein, was dem nicht gerade hochgewachsenen Napoleon sicher sehr entgegen kam.
Als Begründer der berühmten Traberzuchten ging das Hengstfohlen Hambletonian, um das Jahr 1800, in die Geschichte ein. Der Hengst soll ein Geschenk eines Bauern an seinen Knecht gewesen sein, der ihn anschließend erfolgreich als Deckhengst einsetzte.
Ein berühmtes Pferd aus der Neuzeit ist sicherlich die Stute Halla. Hans-Günter Winkler errang mit ihr dreimal Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen. Er erkannte, dass die eigentlich als Rennpferd trainierte Stute, im Springreiten erst ihre wahren Qualitäten zeigte. 125 Siege hat H. G. Winkler mit seiner Stute Halla nach Hause getragen.
Einer der wichtigsten und erfolgreichsten Dressurhengste war Donnerhall. Sein Name ist die logische Fortsetzung des Namens seines Vaters: Donnerwetter. Dressurreiterin Karin Rehbein, errang mi ihm viele Siege. Insgesamt kann er 118 Siege in S-Dressuren verbuchen. Auch seine 250 Nachkommen haben seinen Charakter und seine Leistungsbereitschaft geerbt und machen seinem Namen alle Ehre.
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Januar 13th, 2010
Der Araberhengst Shagya wäre vielleicht auch noch erwähnenswert, hat er doch eine eigene Rasse nicht nur mit seinen Genen, sondern auch mit seinem Namen geprägt (Shagya Araber).