Die Körpersprache

26.02.2009

Die Pferdesprache ist in erster Linie eine Körpersprache. So wie das bei Tieren allgemein üblich ist. Wer sein Pferd richtig einschätzen und verstehen will, bzw. von ihm verstanden werden will, muss diese Sprache kennen und zum Teil auch selber sprechen können.

Das erste Zeichen sendet das Pferd, wenn man sich ihm nähert. Die Ohren teilen unmissverständlich mit, ob das Pferd neugierig auf den Besucher ist, oder ob es schlecht auf ihn zu sprechen ist. In der Regel sind Pferde neugierig und richten beide Ohren nach vorn um anzutesten, wer sich ihm da zuwendet. Als nächstes wird es den Kopf vorstrecken und die Nüstern weiten. Wenn Pferde sich mögen, dann pusten sie sich gegenseitig zur Begrüßung in die Nüstern. Also ruhig zurückpusten, wenn der warme Hauch des Pferdeatems das Gesicht streift:

Viel weiter sollte die selbstständige Annäherung des Pferdes allerdings vorerst nicht gehen. Denn als nächstes wird es herausfinden wollen, ob es einem höheren, niedrigerem, oder gleichgestellten Rangtier koerpersprache pferdbegegnet. Ein Pferd, das den Besucher mit dem Kopf anstößt, sagt damit nicht etwa: „Hey Kumpel, ich mag dich!“ Eher drückt es damit aus, dass es wenig Respekt hat und kein Problem darin sieht, den Besucher zu schubsen und aufzufordern: „Rück mal einen Leckerbissen raus!“

Kommt dem Besucher ein Pferd mit angelegten Ohren zügig entgegen, ist es ratsam ihm aus dem Weg zu gehen. Es ist vermutlich nicht gerade gut gelaunt und möchte nicht gestört werden. Dies zeigt es auch, wenn der Schweif dabei noch kräftig hin und her schlägt. Auch Schmerzen können so ausgedrückt werden.

Wer sein Pferd beobachtet wird schnell herausfinden, was es mitzuteilen hat. Steht es ruhig mit einem angehobenen Hinterbein und leicht hängendem Kopf, ist es vielleicht müde, gelangweilt oder traurig. Scharrt es mit dem Vorderbein, kann man davon ausgehen, dass es ungeduldig ist oder nach Futter bettelt.

Besonders wichtig ist es, all diese Zeichen wahrzunehmen, wenn die Pferde z.B. geputzt werden. Jedes hat seine Vorlieben und Eigenarten. So kann es sein, dass die Reinigung der Hufe an den Vorderbeinen problemlos möglich ist, dass jedoch beim Reinigen der Hinterhufe, das Bein angewinkelt wird, so als würde das Pferd jeden Augenblick ausschlagen. Eine derart gefährliche Situation für den Reiter, muss unbedingt im Keim erstickt werden, in dem das Bein mit Kraft festgehalten wird. Gelingt dies einige Male, wird das Pferd auch diese Prozedur ohne Widerstand mitmachen.

Die Position der Augen ermöglicht es Pferden nicht, etwas genau zu mustern, das direkt vor ihnen steht. Deshalb immer seitlich an ein Pferd herantreten, damit es sich nicht erschreckt.


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