Die Stall- und Boxenausstattung

28.06.2012

Für die tägliche Arbeit im Stall sind verschiedene Gerätschaften und Hilfsmittel erforderlich, um den Aufwand an Kraft und Zeit so gering wie möglich zu halten.

Aus was besteht die Standardausrüstung für den Stall?

Für die Fütterung ist natürlich eine Heugabel unablässig. Heugabeln bestehen in der Regel aus drei Zinken. Je nach Einstreuart muss jedoch auch die Mistgabel gewählt werden. Bei einer Boxenstreu aus Sägemehl kommt man mit einer vier- oder fünfzinkigen Mistgabel nicht weit. Hierfür würde man eine Bollengabel benötigen. Das noch verwendbare Einstreu fällt zwischen den Zinken durch, sammelt aber zuverlässig jeden Pferdeapfel auf.

Zum Beseitigen des Schmutzes am Boden benötigt man einen Besen. Hilfreich beim Auflesen von Schmutz auf Boden ist ein Stallbutler, bestehend aus einer kleinen Forke und einer geräumigen Schaufel. Damit sind nicht nur Hinterlassenschaften auf dem Reitplatz oder in der Halle schnell und einfach zu beseitigen, sondern auch sonstiger Schmutz, der z. B. beim Putzen eines Pferdes oder nach dem Misten auf der Stallgasse anfällt.

Um den Mist aus den Pferdeboxen abtransportieren zu können benötigt man natürlich einen Schubkarren. Die Größe hängt davon ab, ob man einen Stall mit mehreren Pferden ausmisten muss, oder ob sich im Stall jeder selbst um das Ausmisten des eigenen Pferdes kümmert.

Eine Gießkanne und eine große Kunststoffwanne sind immer von Vorteil, wenn z. B. Heu angefeuchtet werden muss. Ebenso benötigt man ein Messer oder eine Schere, um Heu- und Strohballen sowie verpacktes Einstreumaterial zu öffnen.

Zur Aufbewahrung des Kraftfutters sollte pro Sorte Futter eine verschließbare Futtertonne vorhanden sein. Diese schützt das Futter vor Schmutz, Nässe und auch vor sich im Stall befindenden Kleintieren. Zur Fütterung sind zudem Futterschaufeln oder Futterbecher und Eimer notwendig. Die Eimer sollten immer gut sauber gehalten werden, damit sich kein Keimherd durch Futterreste bilden kann.

Was ebenso zur Beschaffenheit des Stalls gehört ist eine Sattelkammer. Meist ist diese räumlich von den Pferdeboxen getrennt, oftmals auch abschließbar. In der Sattelkammer können alle Ausrüstungsgegenstände gelagert werden wie Reithelm, Sattel, Zaumzeug, Putzzubehör usw.

Was gehört in eine Pferdebox?

Das Wichtigste in einer Pferdebox ist, dass sie keine scharfen Ecken und Kanten hat, damit sich das Pferd nicht verletzt. Gleichzeitig ist die Möglichkeit zur Wasseraufnahme absolut wichtig. Meist können Pferde durch eine Selbsttränke steuern, wann sie wie Wasser zu sich nehmen wollen. Manchmal, vor allem im Winter wenn die Wasserleitungen eingefroren sind, muss man die Pferde mit Eimern oder Trögen tränken.

Es ist wichtig, dass die Box eben bzw. minimal schräg ist, damit Flüssigkeiten evtl. abfließen können. Optimal ist es, wenn der Boden der Box mit Matten ausgelegt ist, damit das Pferd beim Liegen in der Box nicht zu sehr auskühlt.

Pferde, die mit den Beinen gegen die Boxenwände schlagen, haben ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Deshalb kann man schwere Gummimatten an die Boxenwände anbringen, welche die Schläge dämpfen.

Wichtig ist, immer den gleichen Futterplatz für das Raufutter zu wählen. Dieser sollte bestenfalls gegenüber der Tränke angebracht werden. Es werden auch Heuraufen angeboten, die an der Wand befestigt werden können. Prinzipiell sind Heuraufen eine tolle Erfindung, da das Heu nicht in der Box verteilt und unnötig verschmutzt wird. Jedoch entspricht die Fütterung aus der hoch angebrachten Heuraufe nicht der natürlichen Nahrungsaufnahme des Pferdes. Pferde fressen schon immer vom Boden und nur selten von Büschen und Sträuchern. Zudem ist die Speichelproduktion geringer, wenn die Pferde den Kopf zum Fressen oben haben.

Eine Alternative für die Fütterung von Pferden, die das Heu gerne in der Box verteilen ist die Fütterung aus Heunetzen. Diese haben zudem den schönen Nebeneffekt, dass die Pferde länger mit dem Fressen beschäftigt sind.

Für das Fressen von Kraftfutter ist ein Trog erforderlich. Diese sind in Kunststoff, Gummi oder Metall erhältlich. Tröge sollten regelmäßig gereinigt werden um die Keimbelastung gering zu halten. Hierfür eignen sich auch spezielle Desinfektionsmittel.

In der Box sollte zudem ein Leckstein vorhanden sein. Dieser stellt sicher, dass das Pferd genug Salz und  Mineralien aufnimmt.

An oder neben der Box können Halterungen für Halfter, Zaumzeug und Sattel angebracht werden. Ebenso ein Boxenschild, auf dem wichtige Informationen vermerkt werden können. Neben dem Pferdenamen, Besitzer, Telefonnummer von Besitzer, Hufschmied oder Tierarzt können noch Besonderheiten wie z. B. zur Fütterung vermerkt werden.

Pferde, die aus verschiedenen Gründen hauptsächlich in der Box stehen, können in der Box durch das Aufhängen eines Spielballs beschäftigt werden.

Sehr empfindliche und auf äußere Einflüsse sensibel reagierende Pferde können zeitweise mit einem Boxenvorhang vom Umtrieb im Stall abgeschirmt werden.

Bildnachweis: © pholidito – Fotolia.com


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