Englisches Vollblut

26.07.2010

Pferderasse Englisches VollblutIm modernen Sprachgebrauch könnte man die Fähigkeiten und Talente des Englischen Vollbuts durchaus mit „Multitasking“ bezeichnen, oder vielleicht besser noch als „Allrounder“. Denn kaum eine Pferderasse ist derart flexibel und zuverlässig, in so vielen verschiedenen Disziplinen einsetzbar. Sicher ist das einer der Gründe, weshalb diese wunderschönen Pferde auf der ganzen Welt ihre Freunde und Liebhaber gefunden haben.

Aussehen und Eigenschaften
Obwohl seit Jahrhunderten durchgezüchtet, sind sie alles andere als genormt. So ist es durchaus üblich, dass sich Pferde mit einem Stockmaß von 1,52 m unter ihnen finden, wie auch stattliche Größen bis 1,73 m. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil, weil es je nach Körpergröße für unterschiedliche Reitsportaufgaben eingesetzt werden kann.

Auch die Farben sind durchaus abwechslungsreich. So findet man zwar meistens braune und schwarze Englische Vollblutpferde, aber auch Füchse und Schimmel mit unterschiedlichen Zeichnungen sind vertreten.

Seine Züchtung geht zurück bis ins 17. und 18. Jahrhundert. Nur die besten, schnellsten und kräftigsten Tiere wurde immer weiter gezüchtet, sodass wir heute mit dem Englischen Vollblut ein Pferd von unglaublicher Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit haben. Sie gelten als die schnellsten Pferde überhaupt, wenn es um Pferderennen geht. Ihre guten Eigenschaften haben sich Züchter auf der ganzen Welt zu Nutze gemacht, um andere Pferderassen mit ihnen zu kreuzen und diese genetisch positiv zu beeinflussen.

Ein Englisches Vollblut hat seinen Preis
Englische Vollblutpferde sind zwar auch optimale Freizeitpferde, sind jedoch für Anfänger ungeeignet, da sie sehr sensibel sind und äußerst sorgfältig geritten werden müssen. Zudem können sie aufgrund ihres feinen Nervenkostüms recht schreckhaft sein, sodass ihre Reiter auf jeden Fall sattelfest sein sollten. Dennoch sind die temperamentvollen Tiere ausgesprochen zuverlässig und leistungswillig unter erfahrenen Reitern.

Der Preis für ein Englisches Vollblut kann weit über dem anderer Rassen liegen. Das gilt umso mehr, wenn es bereits ausgebildet und vielleicht schon Rennen gelaufen ist. Es ist nicht unüblich, dass für ein Englisches Vollblut mit besten Anlagen, das auch schon Preise errungen hat, eine oder mehrere Millionen Euro gezahlt wird. In seinem Ursprungsland England, wird es daher auch eher von der betuchteren Gesellschaft zum Beispiel für die Jagd oder Pferderennen genutzt.

Doch natürlich werden auch für den Freizeitbereich bei uns Englische Vollblutpferde angeboten, die im bezahlbaren Bereich liegen. Beim Kauf sollte unbedingt ein erfahrener „Pferdeverstand“ mitgenommen werden, da man nie weiß, welche Lebensgeschichte ein Pferd bereits hat. Besonders Pferde die für Rennen eingesetzt waren, können frühzeitig Gelenkschäden erlitten haben.

Foto: Hans-Joachim Gross; Fotolia.com


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