Islandpferde

17.03.2009

Oder wie sie auch liebevoll genannt werden „Isis“. Sie werden immer beliebter und zwar nicht nur bei Kindern. Das Islandpferd ist trotz seiner geringen Größe ein ausdauerndes Kraftpaket, das auch erwachsene Reiter mühelos trägt. Charakterlich ist das Islandpferd ein zuverlässiges Reittier, das sich besonders im Gelände sicher aufführt. Es lässt sich sehr angenehm und gemütlich reiten, da es den Tölt beherrscht. Diese Gangart, die irgendwo zwischen Trab und Galopp liegt, sorgt dafür, dass der Reiter äußerst ruhig im Sattel sitzen bleibt. Eine weitere Besonderheit ist der weiche und schnelle Pass, den alle Islandpferde beherrschen. Dabei erreichen die Isis ein enormes Tempo.

Sie laufen ohnehin gern und gerade jetzt, im Frühling, werden sie begeistert die ersten Ausritte genießen. Im Sommer sind die meisten Isis etwas bequemer, da sie die hohen Temperaturen nicht so sehr mögen. Immerhin ist ihr Ursprungsland Island. Und dort waren sie einst wichtige Begleiter und unverzichtbare Arbeitspferde, die Lasten trugen und sicher über bergiges Land und vereiste Flächen bewegen mussten. Sie sind also ganz auf kalte Außentemperaturen eingestellt. Das hat den Vorteil, dass sie auch bei uns ganzjährig auf der Weide gehalten werden können. Lediglich ein Unterstand, der vor extremer Witterung und scharfem Wind schützt, muss vorhanden sein. Und natürlich sollte dieser Unterstand trocken und winddicht sein, da sie dort auch ihr Futter bekommen. Islandpferde sind sehr robust und dabei extrem anspruchslos. Auch dies eine Eigenschaft, die aus ihrer Herkunft resultiert, wo es oft nur wenig Futter gab, das deshalb um so besser verwertet wurde. Ist keine automatische Pferdetränke auf der Weide installiert, kann man eine ausrangierte Wanne benutzen. Bei Temperaturen unter Null Grad muss täglich sichergestellt sein, dass das Wasser nicht zu Eis gefriert. Man hat zwar schon gesehen, dass die schlauen Pferde, dünnere Eisschichten einfach mit dem Huf aufschlagen, aber verlassen darf man sich natürlich nicht darauf. Manchmal ist es hilfreich, einige Tropfen Pflanzenöl in das Wasser zu geben. Die dünne Ölschicht auf der Wasseroberfläche hält die Wanne für die ersten Frostnächte eisfrei.
islaender Islandpferde
Das Winterfell der Islandpferde ist extrem dick und die Fellpflege im Winter deshalb besonders schwierig. Um Hautkrankheiten zu vermeiden, muss es trotzdem regelmäßig gepflegt werden. Gegen Ende des Winters hilft mehrmaliges tägliches Ausbürsten, das Unterfell schneller herauszulösen.

Ganz wichtig ist für die Isis, der ständige Kontakt zu Artgenossen. Sie bilden mit anderen Islandpferden feste Freundschaften, die ein Leben lang halten können. Deshalb dürfen sie auf keinen Fall allein gehalten werden. Ein Islandpony kann leicht über dreißig Jahre alt werden, ist also ein Pferdekumpel für eine lange Zeit des Lebens.


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