Mit dem eigenen Pferd lässt man sich auf eine langjährige, zeitaufwendige Freizeitbeschäftigung ein. Regelmäßiges Training mit dem Pferd, in Form von Reiten oder Bodenarbeit gehört da ganz sicher zu den angenehmsten “Verpflichtungen”. Der tägliche Ausritt oder die Übungsstunden in der Halle, sollen für Reiter und Pferd Erfolgserlebnisse bringen und die gegenseitige Kommunikation fördern. Dafür kann man über den Daumen ruhig zwei bis drei Stunden Aufwand am Tag rechnen. Das weiß man natürlich schon, bevor man sich auf das Abenteuer Pferd einlässt, und wird in der Regel diese Zeit auch aufbringen.
Doch da gibt es auch immer einmal wieder Tage, an denen man aus den verschiedensten Gründen keine Zeit zum Reiten hat. Und nicht immer steht überall eine Reitbeteiligung zur Verfügung, die einspringen kann. Eine gute Alternative, um seinem Pferd dennoch intensive Bewegung und konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen, ist die Arbeit an der Longe.
Die Longenarbeit sollte im Durchschnitt eine halbe Stunde dauern, da sie für das Pferd recht anstrengend sein kann. Das einfache Longieren, dass der Bewegung und Konzentration dient, kann auch vom Anfänger gemeistert werden. Wobei die Konzentration auch für den Longierenden gilt. Hilfreich sind dafür ein Paar Hilfszügel, die dem Pferd helfen sich zu versammeln und aus der Hinterhand zur arbeiten.
Auch beim Longieren muss das Pferd zunächst in langsamer Gangart aufgewärmt werden. Was nicht heißt, dass es schlendern soll. Auf zügiges Laufen im Schritt ist zu achten. Die Longe sollte locker gehalten werden. Pferd, Longe, Reiter und Peitsche bilden ein Dreieck, sodass das Pferd vorne und hinten von Longe und Peitsche
eingegrenzt wird. Der longierende Reiter soll darauf achten, dass er sich nicht auf der Stelle dreht, sondern mit dem Pferd einen kleinen Kreis geht.
Nach der Aufwärmphase folgt das Traben. Auch hier ist es wichtig, dass das Pferd ein gutes und gleichmäßiges Arbeitstempo läuft. Die Peitsche ist allerdings lediglich als Führungsinstrument zu benutzen. Bei gemütlichen Pferden genügt es, sie ein wenig in Bewegung zu setzen, um wieder mehr Tempo in die Arbeit zu bringen. Wer mag, kann auch die Stimme einsetzen. Viele Pferde reagieren sehr gut darauf.
Ganz wichtig: Immer wieder einen Handwechsel vornehmen, damit die Gelenke nicht einseitig belastet werden. Das kann schnell zu Problemen führen.
Longieren bietet sich natürlich nicht nur an, wenn man wenig Zeit hat, sondern auch, wenn man kranke oder genesende Pferde bewegen will. Auch als Vorbereitung für einige Übungen ist es immer hilfreich. Wer mit seinem Pferd gut kommuniziert, der kann das Longieren auch ohne Longe, mit Hilfe der Körpersprache durchführen.
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