Die Sicherheitsreitweste wird mehr und mehr zum normalen Anblick. Vor wenigen Jahren waren es nur wenige und meistens Kinder, die mit einer Sicherheitsweste aufs Pferd stiegen. In den meisten Fällen haben sie sich die Weste auch nicht freiwillig, sondern auf Druck der Eltern angezogen. Die schützende Weste war bei Reitern verpönt. Dem Träger wurde unterstellt, dass er Angst auf dem Pferd hätte. Oft wurden Kinder mit Sicherheitsweste gehänselt.
Mittlerweile sieht das schon ganz anders aus. Die Sicherheitswesten haben ihr Gesicht gewandelt, sehen nicht mehr so klobig aus, wie am Anfang und sie haben sich vor allen Dingen bewährt! So manch ungewollter Abgang vom Pferd ist nur deshalb glimpflich ausgegangen, weil der Reiter eine Sicherheitsweste trug. Sie schützt natürlich nicht davor, vom Pferd zu stürzen, aber sie fängt den Aufprall auf den Boden ab. Und gerade beim Springreiten, wo es gar nicht so selten vorkommt, dass das Pferd vor dem Hindernis plötzlich abrupt stehen bleibt, und der Reiter in hohem Boden in das Hindernis hineinfällt, schützt die Sicherheitsweste vor schwersten Verletzungen.
Gebrochene Wirbel, die zu Lähmungen führen können, oder gebrochene Rippen, die Organe verletzen und so zu lebensgefährlichen inneren Blutungen führen können, sind den Chirurgen in Kliniken nur zu gut vertraut.
Sicherheitswesten sind nicht gerade billig, aber eine zerstörte Gesundheit kostet vermutlich wesentlich mehr Geld. Der beste Standard sind Westen mit dem Sicherheitslevel 3, man erkennt sie an dem lilafarbenen Etikett. Sie kosten zwischen 80 – 100 €. Ihre Schutzwand ist 15 mm dick und federt die Stürze sehr gut ab. Sie besteht meistens aus einem Rücken- und einem Vorderteil, die mit Klettverschlüssen verbunden werden. Das garantiert, dass sie im Falle eines schweren Sturzes, mit einem einzigen Handgriff vom Körper entfernt werden kann.
Eine andere Variante funktioniert nach dem Airbag-Prinzip. Diese Westen blasen sich erst im Augenblick des Sturzes blitzartig auf und fangen den Sturz ab. Sie funktionieren mit einer kleinen Gaspatrone, die nach jedem Aufblasen ersetzt werden muss. Man kann sie auch als ganz normale Weste tragen.
Im Gespräch ist übrigens, das Tragen von Sicherheitswesten, zur Pflicht zu machen und eventuell auch das Tragen von Protektoren für Ellenbogen und Knie.
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März 20th, 2009
Sicherheitswesten sind nicht billig, das stimmt, aber für die Gesundheit des Reiters ist es schon äußerst wichtig eine Sicherheitsweste zu tragen.
Hört man von folgenschweren Unfällen und den Schäden z.B. an der Wirbelsäule, wird einem schon klar, dass mit Weste der Unfall zwar nicht vermeidbar, aber leichter für den Reiter verlaufen wäre.
Also nicht erst nachdenken, wenn es zu spät ist, sondern rechtzeitig handeln.
Eine Ausgabe, die sich auf jeden Fall lohnt!
April 4th, 2011
Ich habe letztens irgendwo eine nette neue Sicherheitsweste gesehen, die hatte sogar einen Airbag. Der FIlm dazu war echt beeindruckend.