Ein eigenes Pferd zu haben ist eine tolle Sache. Vorausgesetzt man hat ausreichend Zeit, sich um die Pflege zu kümmern und auch das Tier regelmäßig zu beschäftigen. Wer diese Voraussetzungen nicht mit einem eindeutigen „Ja“ erfüllen kann, sollte sich im eigenen und im Interesse des Pferdes nach einer anderen Möglichkeit umsehen.
Naheliegend ist natürlich, sich eine Reitbeteiligung zu suchen. Oder auch selber Reitbeteiligungspartner zu werden. Am Besten macht man sich Gedanken darüber, bevor man sein Pferd im Stall oder auf der Weide stehen hat und plötzlich bemerkt, dass eigentlich die Zeit fehlt, um dem Tier gerecht zu werden. Im Stall muss täglich gemistet werden, zuverlässige Fütterung ist genauso unerlässlich, wie die täglich Fellpflege. Hinzu kommt die Beschäftigung mit dem Pferd. Pferde kann man nicht einfach auf der Weide sich selbst überlassen. Sie brauchen Beschäftigung und Herausforderungen. Also fällt jeden Tag noch Zeit an fürs Ausreiten oder für Bodenarbeit. Wer berufstätig ist, kommt schnell an die Grenzen seiner Freizeit.

Zu zweit sieht das schon ganz anders aus. Man kann einen individuellen Plan für die Pflege und das Reiten ausarbeiten, ganz auf die persönlichen Bedürfnisse der beiden Reiter abgestimmt. Auch wenn ein Reiter krank wird, kann der andere einspringen. So ist für das Pferd ausreichend gesorgt und man hat dennoch ein Reittier, zu dem man eine sehr persönliche Bindung aufbauen kann.
Woher aber bekommt man Kontakt zu Menschen, die einer Reitbeteiligung anbieten oder suchen? Der kürzeste und bequemste Weg ist natürlich das Internet mit seinen diversen Portalen. Dort trifft man Gleichgesinnte und findet in seiner Region früher oder später die passende Hälfte zum geliebten Hobby. Denn auch das ist wichtig: beide Reiter/.innen sollten sich gut verstehen und sich intensiv über die Reitgewohnheiten und die Pflege austauschen. Wer eine Reitbeteiligung eingeht, lässt sich auf ein Vertrauensverhältnis ein, das allen drei Beteiligten möglichst lange ein großes Vergnügen bereiten soll. Man muss sich hundertprozentig aufeinander verlassen können. So spielt die zwischenmenschliche Chemie ebenso eine wichtige Rolle.
Abgesehen von der normalen Versicherung, die man für Pferde abschließt, sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob in der Versicherungsleistung auch eine Reitbeteiligung berücksichtigt ist. Die Kosten sind erschwinglich und können auch von beiden Reitern getragen werden. Auch das bravste Pferd kann sich erschrecken oder stolpern und auch der beste Reiter kann vom Pferd fallen und sich verletzen. Ganz wichtig ist es deshalb, dass beide Reiter während des Umgangs mit dem Pferd ausreichend versichert sind. Die meisten Versicherer bieten das Mitversichern von Reitbeteiligungen an. Die Prämien dafür sind allemal günstiger, als die Kosten, die bei einem Unfall und seinen Folgen entstehen können.
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März 28th, 2009
Ein Aspekt, neben der Zeit, sich für eine Reitbeteiligung zu entscheiden, sind ja auch die Kosten. Einmal kann ich als Pferdbesitzer vielleicht durch einen Mitreiter die Kosten für mich selbst senken. Zum Anderen kann ich als Mitreiter meinem Hobby nachgehen, obwohl das Geld für ein eigenes Pferd fehlt. Vielleicht hat man ja auch Glück und findet eine kostenlose Reitbeteiligung. Aber genügend Zeit braucht man auf jeden Fall auch.