Reitplatzbau – Untergrund und Sand sind wichtig

8.08.2011

Sand für den ReitplatzbauDie Zeiten, in denen kurzerhand eine Wiese in einen Reitplatz umgewandelt wurde, gehören der Vergangenheit an. Und das zu Recht, denn es ist ein Unterschied, ob Pferde ausgelassen ohne Reiter auf der Weide tollen oder ob sie mit ihrem Reiter konzentriert arbeiten.

Der Bau eines hochwertigen Reitplatzes, auf dem die Pferde gelenkschonend laufen können, ist heute der Standard für alle Reitvereine und Anbieter von Reitmöglichkeiten. An diesem Punkt sollte man keine Kompromisse eingehen, denn ein vielgenutzter Platz muss einiges aushalten können, ohne an Qualität zu verlieren.

Besonders Augenmerk ist deshalb auf den Untergrund zu legen. Ist dieser zu weich und uneben, enthält wohlmöglich noch Bauschutt oder große Wurzeln von umliegenden Bäumen, dann sackt der Boden unter Belastung sehr schnell zusammen. Die Folge sind gefährliche Unebenheiten und Stolperfallen. Andererseits darf der Boden nicht zu hart und unnachgiebig sein, um unnötige Belastungen und Erschütterungen der empfindlichen Pferdegelenke zu vermeiden.

Grundsätzlich gibt es drei wichtige Hauptkriterien bei der Anlage eines Reitplatzes.
Den Untergrund, den aufgebrachten Reitsand und die Reitplatzeinfassung. Für die Erstanlage bietet sich ein Reitplatzplaner an, mit dem man alle Schritte beim Reitplatzbau im Voraus festlegen kann. Auch die Einfassung des Reitplatzes sollte nicht nur nach optischen Kriterien, sondern vor allem auf Sicherheit und praktischen Nutzen hin umgesetzt werden.

Je nachdem, ob es sich um einen Reitplatz unter freiem Himmel oder mit einer Überdachung handelt, ist eine Beregnungsanlage für den gewählten Reitsand einzuplanen. In einer Halle ist dies ohnehin notwendig, aber je nach Region, kann sie auch für Plätze im Freien eine große Arbeitserleichterung darstellen. Für eine gerade und stolperfreie Fläche nach dem Aufbringen des Reitsandes und auch später, nach Gebrauch, sorgt ein praktischer Grader, mit dem der Reitplatz im Handumdrehen wieder aussieht wie frisch angelegt. Den muss man sich nicht unbedingt kaufen, sondern kann ich ihn auch periodisch mieten. Für die kleinen täglichen Korrekturen am Hufschlag genügen meistens einige Handgriffe mit dem Rechen.

Ganz wichtig ist die Qualität des Reitsands, der möglichst leicht zu reinigen sein muss, nicht verklumpen darf und nur soviel Feuchtigkeit aufnimmt, dass das Laufen für die Pferde gefahrlos und gelenkschonend ist. Außerdem sollte der Sand sowohl für das Dressurreiten, als auch für den Springbetrieb geeignet sein. Sand, der zu weich ist, macht den Pferden das Laufen viel zu schwer, jeder Schritt kostet mehr Energie als nötig wäre und das wirkt sich negativ auf die Gesamtleistung aus.

Serie Reitplatzbau Teil 1 v. 3Teil 2 und Teil 3 des Artikels


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