Sie hat längst wieder begonnen, die Zeit der Ausritte mit den Pferden. Und mit der Zahl der Reiter auf den Straßen, steigen auch die Meldungen über Unfälle. Nicht jeder hat das passende Gelände zum Ausreiten direkt vor der Stalltür. Oft gilt es, mit dem Pferd zunächst an Bundesstraßen entlang zu reiten und sie zu überqueren. Und genau dort geschehen dann auch die meisten Unfälle. Immer wieder riskieren Reiter mit schlecht ausgebildeten Pferden, ihr Leben. Ein Pferd, das am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, muss dafür gut ausgebildet sein. Sämtliche auftretenden Situationen müssen immer wieder geübt und getestet werden.
Ein Pferd auf der Straße darf sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Ob es sich um ein Motorrad handelt, das plötzlich von hinten heranbraust, oder um einen Trecker, der vorbeiknattert. Das sind Geräusche, mit denen auf der Straße immer zu rechnen ist. Auch ein plötzliches Hupen oder die aus einem Graben aufflatternden Enten, dürfen nicht zu einem unkalkulierbaren Risiko werden.
Am Besten überlegt man sich vorher genau, welche Situationen eintreten können. Danach kann man sich einen Übungsplan ausarbeiten, in dem man alles, was das Pferd erschrecken könnte, so echt wie möglich simuliert. Manchmal braucht man dafür auch den einen oder anderen Helfer, der dafür sorgt, dass passende Geräusche fabriziert werden, oder, der imaginäre ‚Enten’ in Form von Plastiktüten, plötzlich auftauchen. Schrittweise und mit viel Geduld und Belohnung kann man sein Pferd an unbekannte Situationen heranführen. Erst, wenn es diese sicher beherrscht, und gelassen hinnimmt, macht man die ersten Versuche auf der Straße. Dafür sucht man sich ebenfalls zunächst Straßen aus, die nicht so stark befahren sind. Sinnvollerweise schaut man sich die Strecke vorher genau an und überlegt, wo noch unvorhergesehene Situationen entstehen können, an die man bisher nicht gedacht hat, die das Pferd aber erschrecken könnten.
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Für all die Vorübungen sollte man sich wirklich unbedingt die Zeit nehmen. Denn ein Pferd, das auf einer viel befahrenen Straße durchgeht, kann schlimmste Unfälle verursachen. Aber auch wenn Menschen nicht zu schaden kommen, kann ein Sturz auf dem Asphalt, für ein Pferd das endgültige Aus bedeuten. Wer sich nicht sicher ist, ob er sein Pferd selbst zu einem straßensicheren Partner ausbilden kann, der sollte sich deshalb unbedingt professionelle Hilfe holen. Ganz wichtig und nicht zu vergessen: Auch ein Pferd, das schon straßenerfahren ist, bleibt immer noch ein Tier. Und niemand kann bei jeder Situation vorhersagen, wie ein Tier, das sich erschreckt, verhält. Wachsamkeit und Weitblick beim Ausreiten sind deshalb für Reiter und Pferd schon fast eine Lebensversicherung
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2 comments Add your comment »
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April 30th, 2009
Auch sollten Pferde schon sehr frueh in ihrem Leben auf ungewoehnliche Situationen vorbereitet werden. Damit verhilft man dem Tier dazu, spaeter gelassener auf ploetzlich auftretende Ereignisse zu reagieren.
Haenschen lernt so etwas besser als Hans.
Mai 4th, 2009
Hallo Ulli. Danke für deinen Kommentar. In der Tat ist das bei den Pferden auch nicht anders wie bei den Menschen. Nur neigt man natürlich dazu, seinem Tier die schlimmen Erlebnisse erst mal ersparen zu wollen. Das rächt sich natürlich dann unter Umständen…