Auch der bequemste und beste Sattel hält leider kein Pferdeleben lang. Irgendwann muss ein neuer angeschafft werden. Dabei kommt es gar nicht so selten vor, dass ein Sattel nach einigen Jahren einfach nicht mehr richtig aufliegt. Sei es, dass ein Pferd in die Jahre gekommen ist und sich der Körper verändert oder einige Kilos mehr oder weniger auf die Waage bringt. Außerdem gibt es einige Pferde, die für verschiedene Reitstile ausgebildet sind und jeweils einen passenden Sattel tragen sollten.
So gibt es den wohl am meisten verwendeten Vielseitigkeitssattel.
Mit ihm kann man am Anfang seiner Reiterkarriere kaum etwas falsch machen. Er eignet sich für die einfache Dressur ebenso gut, wie für die ersten kleinen Sprünge.
Auch der englische Sattel, der als Vorbild für den Vielseitigkeitssattel diente, ist ein oft gekaufter Sattel. Gut geeignet für kurze Strecken und kurze Reiteinheiten.
Wer schon geübter ist und sich in eine bestimmte Richtung orientiert, der wird sich sicherlich nach einem speziellen Sattel umsehen. Zu nennen ist da der Dressursattel mit seinem geringen Gewicht. Er hat eine sehr kleine Auflagefläche und ist weder für das Springen noch für den Geländeritt geeignet.
Springsättel dagegen sind breiter und stärker gepolstert. Die bessere Polsterung schont den Pferderücken und ist für den Springreiter bequemer.
Ein besonders rückenschonender Sattel ist der Distanzsattel. Wie der Name schon erahnen lässt, ist er so gearbeitet, dass man ihn über viele Stunden und Kilometer nutzen kann, ohne dass Pferd und Reiter schmerzhafte Druckstellen davon tragen. Für längere Wanderritte ist er unbedingt erforderlich.

Seine spezielle und ursprüngliche Aufgabe sieht man dem Westernsattel noch heute an. Auch er ist ausgezeichnet gepolstert, hat eine große Sitzfläche, die es erlaubt auch lange, wilde Ritte bequem mit seinem Pferd zu erleben. Ganz so, wie früher die Cowboys es brauchten, wenn sie manchmal wochenlang im Sattel saßen, um ihre Rinderherden zu treiben.
Einen Sattel kann man zwar von der Stange kaufen, aber nicht immer passt er perfekt auf den Pferderücken. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt von erfahrenen Fachverkäufern beraten lassen und nach Möglichkeit mit dem Sattel Probereiten. Wer es sich leisten kann, der lässt sich seinen Sattel vom Sattler herstellen. Er nimmt Maß und fertigt einen einzigartigen Sattel, der genau auf die Anatomie des jeweiligen Pferdes abgestimmt ist. Das muss aber nicht. Die Sättel, die man in Fachgeschäften findet, sind heute alle durchweg ausgereift und unterliegen Qualitätstandards. Ob man sich für einen Ledersattel oder einen Kunststoffsattel entscheidet ist Geschmackssache. Kunststoffsättel sind vor allem pflegeleichter als Sättel aus Leder, die eine regelmäßige Lederpflege benötigen.
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