Zusatzfutter – Mineralstoffe

14.02.2009

Zusatzfutter gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen und kann sehr individuell auf den Bedarf eines Pferdes abgestimmt werden. Gründe für die Gabe von Zusatzfutter kann eine Krankheit sein oder auch die Genesungsphase, auch tragende Stuten benötigen zeitweise bestimmte Mineralstoffe mehr als sonst. Pferde, die hart arbeiten und im Training stehen, haben einen wesentlichen höheren Bedarf an Mineralstoffen als ältere Pferde oder Fohlen. Woher aber weiß man, welches Zusatzfutter ein Pferd gerade benötigt?

Nun, vieler Hersteller von Pferdefutter, geben auf ihren Verpackungen nicht nur die Inhaltsstoffe an, sondern liefern auch Informationen darüber, für welche Pferde das Zusatzfutter geeignet ist. Dennoch wissen viele Pferdehalter nicht, was diese Mineralstoffe bewirken und weshalb ihr Pferd gerade jetzt eine ganz bestimmte Mischung benötigt. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, gibt es hier eine übersichtliche Beschreibung einiger gängiger Mineralstoffe, die sich auch im Zusatzfutter finden:

pony Zusatzfutter – MineralstoffeCalcium im Zusatzfutter:
In jeder einzelnen Zelle des Körpers wird Calcium gebraucht, da es für die Kommunikation der Zellen untereinander verantwortlich ist. Es sorgt für feste Knochen und Zähne, beeinflusst den Herzschlag und wirkt auf Nerven und Muskeln.
Magnesium im Zusatzfutter:
Magnesium ist ein unentbehrlicher Helfer für die Muskeln (auch das Herz). Fehlt es, kommt es zu Krämpfen, besonders wenn ein Pferd in Stresssituationen steckt. Es wirkt entspannend auf die Nerven. Sehr nervöse Pferde leiden oft unter einem unentdeckten Magnesiummangel.
Kalium im Zusatzfutter:
Kalium hat entscheidenden Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem. Es reguliert das Gleichgewicht der Säuren und Basen im Körper und ist eine Art Katalysator für viele verschiedene Enzyme, die zum Aufbau der Muskelmasse unentbehrlich sind. Es regt die Arbeit der Nieren an und gehört zu den lebenswichtigen Mineralstoffen.
Phosphor im Zusatzfutter:
Phosphor ist eines der elementarsten Mineralstoffe überhaupt. Ohne Phosphor in jeder Zelle, kann weder Energie produziert werden, noch eine Kommunikation der Nervenzellen untereinander funktionieren. Unerklärliche Bewegungsstörungen können ein Hinweis auf Phosphormangel sein.
Siliceum im Zusatzfutter:
Ist maßgeblich an den Funktionen von Hormondrüsen beteiligt. Gesunder Knochenaufbau, Zähne, Haut und Bindegewebe sowie Nervenbahnen sind abhängig von Siliceum.
Eisen im Zusatzfutter:
Ohne zweiwertiges Eisen ist keine ausreichende Blutbildung im Knochenmark möglich. Der Muskelapparat würde erlahmen. Pferde, die an Eisenmangel leiden, rutschen sehr schnell in ein Leistungstief, da das Eisen auch die Sauerstoffaufnahme des Blutes erhöht. Der Eisenbedarf muss vom Tierarzt bestimmt werden, da eine Überversorgung zu erheblichen Gesundheitsstörungen führen kann.
Zink im Zusatzfutter:
Zink beeinflusst verschiedene Hormone. So reguliert es die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, regt die Sexualhormone und das Immunsystem an und unterstützt den Kohlenhydratstoffwechsel.


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