Osteopathie für Pferde

16.01.2009

Genau wie bei Menschen, können sich bei Pferden nach längeren Fehlbelastungen oder auch Unfällen, Blockaden und Verspannungen in den Gelenken bilden. Die sogenannte Osteopathie für Pferde.

Werden sie ignoriert und nicht rechtzeitig behandelt, kommt es zu Schonhaltungen während der Bewegungsphasen, die wiederum weitere Verspannungen und Fehlhaltungen nach sich ziehen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, kommt es unausweichlich zu Schäden am Bewegungsapparat. Deshalb ist es wichtig immer wieder sein Pferd zu beobachten und auf Veränderungen in den Bewegungen zu achten. Verweigert das Pferd plötzlich arbeiten, denen es sonst gern gefolgt ist? Lahmt es hin und wieder? Stellt es Kopf bei bestimmten Bewegungen schief? Jede Veränderung kann ein Zeichen sein, um frühzeitig einen Physiotherapeuten um eine Beurteilung zu bitten.

Eine Fehlbelastungen kann durch falschen Reiten oder auch falsches Sattelzeug entstehen. Schwache Gelenke neigen zu Entzündungen und Schmerzen und veranlassen das Pferd, sich einseitig zu belasten. Doch es gibt natürlich auch hier Hilfen. Die Osteopathie hat sich die Erhaltung eines gesunden Pferdes verschrieben. Nach Operationen oder Unfällen, wird das Pferd mit gezielten Übungen schonend wieder an Belastungen herangeführt. Je nach Erkrankung können schon gezielte Massagen oder Akupressur zu einer Gesundung führen. Doch auch altbewährte Hilfsmittel wie Wärmeanwendungen mit Rotlicht oder Fangopackungen werden auch heute noch erfolgreich eingesetzt. Ganz nach Kneippmanier reagiert der Pferdeorganismus natürlich auch auf Kälteanwendungen mit fließendem Wasser oder Eispackungen. Neben diesen bewährten Behandlungsmethoden können aber Ultraschall-und Laserbehandlungen zu einer schonenden Therapie eingesetzt werden. Sobald es dem Pferd möglich ist, sich einigermaßen schmerzfrei zu bewegen, wird man – je nach Erkrankung – mit Übungen zur Stärkung der Muskeln und Festigung der Sehnen übergehen. Dies können zunächst Übungen sein, die passiv sind. Das heißt, dass das Pferd sich nicht selbst bewegt, sondern, dass erkrankte Gelenke bewegt werden. Erst wenn eine gewisse Stabilität erreicht ist, wird aktiv mit dem Pferd trainiert. Geritten wird das Pferd natürlich erst wieder, wenn es völlig genesen ist. Hier ist unbedingt zu überprüfen, ob der Sattel wirklich gut sitzt. Durch einen falsch sitzenden Sattel kommt es leicht zu übermäßigen Druckstellen, die eine neue Blockade bis hin zu Wirbelverschiebungen oder gar Brüche hervorrufen können. Der Physiotherapeut der das Pferd behandelt hat, kann den Sattel und auch den Reitstil des Reiters überprüfen. Denn auch der richtige Sitz des Reiters ist ein wichtiges Element zur Gesunderhaltung der Gelenke und des Pferderückens. Ein verspannter Reiter hat oft genug auch ein verspanntes Pferd. Nicht zuletzt ist auf eine sorgfältige Hufpflege zu achten. Unentdeckte eingetretene Gegenstände können in den Huf einwandern und dort für Schmerzen sorgen, die dann wiederum eine Fehlbelastung auslösen.


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