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Erkanken Pferde an Schweinegrippe?

17.07.2009

Alle Welt spricht von der Schweinegrippe. Dabei hatte sie bis vor Kurzem mit Schweinen nichts zu tun. Mittlerweile allerdings hat die Virusgrippe H1N1 tatsächlich auch das Schwein erreicht und Menschen können die Schweine anstecken. Damit hat das Virus gezeigt, dass es sowohl Menschen als auch Tiere infizieren kann. Da taucht bei jedem Pferdebesitzer natürlich sofort die Frage auf: “Kann mein Pferd die Schweingrippe bekommen?”

Diese Frage kann im Augenblick wohl niemand wirklich beantworten. Sicher ist, dass Viren sich ständig verändern und mit dieser Fähigkeit auch ihren Wirt wechseln können. Unmöglich ist es also nicht, dass das Virus auch weitere Tierarten gefährden kann.
Pferdegrippe Erkanken Pferde an Schweinegrippe?
Auch wenn das aktuelle Virus für die Pferde im Augenblick keine Gefahr zu sein scheint, darf man nicht vergessen, dass es genügend andere Viren gibt, die unsere Pferde krank machen können. So gibt es z.B. die Pferdegrippe, die auch andere Huftiere wie Esel befallen kann. Seit dem Jahr 2000 ist das Virus auch bei Hunden nachgewiesen worden.

Wie der Name schon vermuten lässt, zeigen sich beim Pferd die typischen Symptome einer Grippe, wie man sie auch von Menschen kennt. Müdigkeit, Mattheit, Appetitlosigkeit sind die ersten Anzeichen, zu denen sich schnell hohes Fieber, Husten und Schnupfen einstellen. Die Gefährlichkeit liegt ebenso wie bei Menschen darin, dass Herz und Lunge erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden. So kann es zu einer schweren Lungenentzündung mit tödlichem Ausgang kommen. Auch der Herzmuskel wird oft entzündlich angegriffen und kann das Tier auf Dauer schwächen.

Gegen Viren ist bis heute nicht wirklich ein Kraut gewachsen, sodass die beste Behandlung in der Vorbeugung liegt. Deshalb sind die regelmäßigen Impfungen unbedingt einzuhalten. Ein wichtiger Punkt zur Vorbeugung von Krankheiten ist immer wieder die Gesunderhaltung des eigenen Immunsystems. Dies geschieht am Einfachsten durch eine vernünftige Fütterung, die alles beinhaltet, um die Körperfunktionen zu unterstützen und durch ein gesundes Maß an Bewegung und Zuwendung. All dies stärkt die Immunabwehr und hilft dabei eine Vireninfektion schnell und mit wenig Komplikationen zu überwinden.

Nichtsdestotrotz muss natürlich bei jeder Infektion das Pferd dem Tierarzt vorgeführt werden, damit eine gesicherte Diagnose gestellt und die richtige Therapie eingeleitet werden kann. Denn nicht immer ist es eine Grippe, wenn Pferde sich mit Husten und Schnupfen herumplagen. Stecken bakterielle Infektionen dahinter, so helfen Antibiotika schnell und wirksam. Kranke Pferde stellt man am Besten in eine geschützte Box in der sie viel Ruhe haben. Dies ist ohnehin zum Schutz der Stallgenossen wichtig, die sich nach Möglichkeit nicht anstecken sollen. Nach überwundener Krankheit kann ein Spezialfutter die Genesung unterstützen.


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