Weidezeit – Fliegenzeit

13.06.2009

Jetzt ist die Zeit, wo sich fast alle Pferde lieber auf der Weide als im Stall aufhalten. Mit dem Aufenthalt im Freien blühen sie richtig auf und oft sieht man die Tiere ausgelassen auf der Weide herumtollen. Doch auch die Weidezeit hat ihre Schattenseiten. So haben fast alle Pferde bei steigenden Temperaturen mit den Kriebelfliegen zu kämpfen, die sich mit Vorliebe auf die Augen setzen und zu einer unerträglichen Last werden können.

Die Fliegen sind allerdings nicht nur extrem lästig, sondern oft Grund für eine weitere Qual. Werden die Pferde von Insekten gestochen, dann leiden sie unter dem gleichen Juckreiz wie wir Menschen. Um den Juckreiz zu lindern, suchen sie sich auf der Weide Pfosten oder Zaunelemente, an denen sie sich schubbern können. Wenn man sich klar macht, wie viele Stiche ein Pferd täglich abbekommt, dann braucht es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass der Juckreiz unerträglich werden kann. So scheuern sie sich leicht so stark, dass Haut und Gewebe verletzt werden. Damit sind sowohl Schmutz als auch Keimen und Bakterien Tür und Tor geöffnet. Entzündungen sind die Folge, die unbehandelt immer wieder aufgescheuert werden, und sich zu großflächigen Ekzemen entwickeln können. Sie wirksam zu behandeln ist eine langwierige Aufgabe, die sich über den gesamten Sommer erstrecken kann. Schlimmstenfalls kann es bedeuten, dass ein Pferd nicht gesattelt oder aufgetrenst werden kann.
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Die beste Behandlung ist deshalb die Vorbeugung. Schweif und Mähne sollen nach Möglichkeit nicht gekürzt werden, denn sie dienen als natürliche Insektenabwehr. Doch in den meisten Fällen reicht das nicht. Im Fachhandel werden verschiedene Sprays, Gels und Tinkturen angeboten, die zur Insektenabwehr dienen. Manche Mittel scheinen tatsächlich bei einigen Pferden zu funktionieren, bei anderen wieder nicht. Hier hilft nur das Ausprobieren. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich natürliche Substanzen und keine Nervengifte in den Inhaltsstoffen befinden. Als zusätzlichen Schutz kann man seinem Pferd eine Fliegendecke gönnen. Sie ist leicht und angenehm zu tragen und stört ein Pferd in keiner Weise. Die Pferde schwitzen nicht darunter, weil die Decken aus einem Gewebe gearbeitet sind, dass Feuchtigkeit nach außen abgibt.

Weiden, die direkt an Waldstücke grenzen, sind oft die Heimat ganzer Insektenschwärme, sodass es sinnvoll ist, die Pferde mit einen Fliegenschutz für die Augen und die Nüstern auszustatten. Es gibt Pferdebesitzer, die diesen Fliegenschutzmasken skeptisch gegenüberstehen. Sicher sieht ein Pferd ohne Fliegenschutz besser aus. Geht es aber darum, dem Tier Leid zu ersparen, sollte man über seinen Schatten springen und so handeln, wie es für das Pferd sinnvoll ist.


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