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Warum brauchen Pferde Zusatzfutter – und wieviel und welches?

15.07.2010

equinatur logo und url Warum brauchen Pferde Zusatzfutter – und wieviel und welches?Die Frage wie man sein Pferd richtig und gut füttert, bewegt jeden Pferdebesitzer. Dabei ist die Fütterung des Pferdes von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, aber mit dem richtigen Hintergrundwissen gar nicht mehr so ein kompliziertes Thema. Bei der Auswahl eines Zusatzfutters sind drei Bereiche wichtig, die Haltungsbedingungen, die Beanspruchung des Pferdes und natürlich seine physische und psychische Konstitution.

Die Haltungsbedingungen:
Je natürlicher und je artgerechter die Haltung, desto gesünder das Pferd und desto geringer der Bedarf an Zusatzfutter. Pferde sind „Dauerfresser“ und eigentlich dafür gemacht, ständig kleine Mengen zu fressen und dabei idealerweise „draußen“ zu sein. Stellt man dieser Anforderung die klassische Boxenhaltung entgegen, erkennt man schnell, wie und warum gesundheitliche Probleme entstehen können. Das haben auch medizinische Studien belegt, die den Tagesablauf von freilaufenden Camargue Pferden mit Sportpferden verglichen haben. Der Anteil von “liegend” und “stehend” ist bei Boxenhaltung natürlich deutlich höher (und zwar um über 50%).
Oftmals wird das Pferd nur 2-mal am Tag mit Heu und Stroh gefüttert, was gravierende Auswirkungen auf die Verdauung und auch Ernährung hat. Durch das ursprünglich dauerhafte Fressen und Kauen wird Speichel produziert. Dieser Speichel spielt eine wichtige Rolle bei der Abpufferung von Magensäure und wirkt Verdauungsproblemen entgegen. Außerdem kann der Pferdemagen generell mit kleinen Mengen besser umgehen als mit großen Mengen. Und last but not least wird der Kreislauf durch frische Luft und Bewegung angeregt. Steht Ihr Pferd also viel in der Box, ist es wichtig, auf eine möglichst häufige und ausgewogene Fütterung zu achten.

Die Beanspruchung des Pferdes:
In Punkto Beanspruchung unterscheidet sich die Fütterung vor allem zwischen Freizeitpferden und Sportpferden. Desto mehr Leistung ich meinem Pferd abverlange, desto besser und umfangreicher muss es gefüttert werden. Das beginnt bei Elektrolyten, die zum Beispiel an heißen Tagen oder extremer Belastung zugefüttert werden sollten, da sie durch Schweiß ausgeschieden werden. Die Zugabe von Muskelpräparaten oder E-Selen tragen dazu bei, dass die Muskeln weich und geschmeidig gehalten werden bzw. einer Übersäuerung der Muskeln (Stichwort: Laktat) entgegengewirkt wird. Ein „normal“ belastetes Pferd benötigt somit nur Zusatzfutter, um mineralarme Nahrung auszugleichen (zum Beispiel durch Mineralfutter oder einen Salzleckstein). Ein Sportpferd hingegen kann durch entsprechendes Zusatzfutter weicher und rittiger werden und sich auch nach starker Belastung wieder besser regenerieren.

Die Konstitution des Pferdes:
Die Zugabe von Zusatzfutter ist weiterhin abhängig davon, ob ein Pferd jung und gesund, krank oder alt ist. So hilft Zusatzfutter effektiv bei der Rehabilitierung von kranken Pferden, z.B. bei Huf-, Atemwegs- oder Gelenkproblemen. Dem Pferdeorganismus werden durch das Zusatzfutter wertvolle Mineralien, Spurenelemente und Vitamine zugeführt, die ein chronisches Leiden deutlich verbessern können oder die Gesundung beschleunigen. Ein schönes Beispiel ist Kieselgur, enthalten in Huf-Zusatzfuttern, das die Hufqualität und auch Härte und Belastbarkeit deutlich verbessern. Das liegt u.a. daran, dass Silicium in Kieselgur in einer sehr günstigen Bioverfügbarkeit vorliegt und daher leicht vom Körper aufgenommen werden kann. Es verbessert die Knochenrinde, stabilisiert die Knochenmatrix und festigt das Gewebe und somit schließlich den Huf.
Überlegen Sie sich also anhand der 3 genannten Kriterien, ob und wo Ihr Pferd Unterstützung durch entsprechendes Futter bekommen sollte. Natürliche und schonend hergestelltes Zusatzfutter, das vom Tierarzt entwickelt wurde, finden Sie hier.

Weitere Informationen rund um die Inhaltsstoffe von Zusatzfutter erhalten Sie im Zusatzfutter Ratgeber.


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