Wurmkur für Pferde

9.11.2010

Konsequente Maßnahmen gegen Wurmbefall sind für eine verantwortungsvolle Pferdehaltung unabdingbar. Boxenhaltung oder zu gering bemessene Weideflächen machen die vollkommene Vermeidung von Wurminfektionen nahezu unmöglich, weshalb regelmäßige Kotuntersuchungen und Wurmkuren zum Pflichtprogramm gehören.

Besonders wichtig ist dies für Pferdezüchter, da die durch Würmer bei Fohlen gesetzten Schäden besonders schwerwiegend sein können. Hierzu zählen Befall und Verletzung innerer Organe wie Herz, Lunge, Gefäßsystem oder Darm. Starke Verwurmung kann bis zum Tod des Pferdes führen.

Äußerlich sichtbar werden Wurmschäden des Pferdes erst, wenn der Befall weit fortgeschritten ist. Sie äußern sich dann durch struppiges Fell, Leistungsabfall und Koliken bis hin zum Darmverschluss.

Maßnahmen gegen Wurmbefall des Pferdes

  • Die wichtigste Prophylaxe ist, die Konzentration von Wurmlarven und -eiern so gering wie möglich zu halten. Dies ist durch konsequente Hygiene im Stall und auf der Weide zu bewerkstelligen. Da gerade der Pferdekot einen idealen Nährboden für die explosionsartige Vermehrung von Würmern darstellt, ist regelmäßiges Ausmisten der Schlüssel zur Eindämmung der Plage. Auch Weiden und Reitplätze sollten bestmöglich abgemistet und eingehend überprüft werden.
  • In regelmäßigen Abständen sollte der Pferdekot durch einen Tierarzt untersucht werden. Aufgrund der verschiedenen Entwicklungszyklen unterschiedlicher Wurmarten könnten falsch-negative Befunde bei einmaligen Untersuchungen den Halter ansonsten in eine trügerische Sicherheit wiegen.
  • Mindestens alle acht Wochen sollten Pferde entwurmt werden, gerade in der Weidezeit. Lässt man zwischen zwei Anwendungen zuviel Zeit verstreichen, besteht die Gefahr einer Resistenzbildung der Würmer. Für die Wahl der richtigen Wurmkur für Pferde sollte unbedingt tierärztlicher Rat eingeholt werden, da nicht jedes Mittel gegen jede Wurmart wirksam ist.

Wurmkur für Pferde – Anwendungstipps
Die Wurmkur sollte dem Pferd in jedem Fall außerhalb seiner Mahlzeiten verabreicht werden. Achten Sie darauf, dass das Maul absolut leer ist. Der Kopf des Pferdes wird am Halfter leicht nach oben gehalten, das Mittel mithilfe eines Applikators durch die seitliche Zahnlücke in Richtung Schlund eingebracht. Achten Sie auf den korrekten Schluckvorgang, um eine vollständige Einnahme der vorgesehenen Dosis sicherzustellen.

Pferdewürmer – Verschiedene Arten
•    Onchozerkoseerreger
•    Blutwurm
•    Kleine Palisadenwürmer
•    Spulwurm
•    Pfriemenschwanz
•    Zwergfadenwurm
•    Lungenwurm
•    Magenwurm
•    Magendassel
•    Bandwurm

Die genaue Unterscheidung der einzelnen Arten und die Auswahl des jeweils wirksamen Präparates gehört in die Hände des Tierarztes.


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3 comments Add your comment »

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Nina
November 25th, 2010

Regelmäßiges Entwurmen ist super wichtig. Darauf sollte jeder Pferdebesitzer peinlichst achten. Nachdem wir unseren kleinen Hengst vom Züchter abgeholt hatten, stellten wir einen Wurmbefall fest und haben das ganz schnell mit unserem Tierarzt in den Griff bekommen. Interessante Informationen zum Thema Wurmkur habe ich auch hier gefunden: mehrpferd.de/Detailed/64.html.

Reitverein
Dezember 30th, 2010

Entwurmung ist ein wichtiges Thema, super und weiterhin viel Erfolg Reitverein Wien

Wilfried Gabor
Februar 4th, 2011

Hallo Zusammen,
sehr informativer Bericht und angenehm zu lesen.
Zusätzlich möchte ich noch einen Tipp für die Hundehalter unter uns Pferdenarren in Erinnerung rufen. Wurmkuren für Pferde können auch einen erwachsenen, fitten Hund ohne MDR-1-Gendefekt aus der Bahn werfen. Bitte auch an die Pferdeäpfel denken, die Reste des Wirkstoffes in sich haben.
Viele Grüße
Willi Gabor

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