Das eindeutig höhere Durchschnittsalter erreichen Warmblüter. Sie können sogar doppelt so alt werden wie Kaltblüter. Und Kleinpferde erreichen von allen Pferden das höchste Lebensalter.
Es gibt also nicht wirklich einen Grund, nicht auch ein Reitpferd zu kaufen, das zwar vielleicht für den Schulbetrieb in einem Reitstall zu alt ist, aber für einen Reitanfänger noch viele Jahre wunderbare Dienste leisten kann. Gerade hier kommt dem Reiter die Erfahrung in Verbindung mit dem gemäßigten Temperament des Tieres sehr entgegen. Einzige Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Pferd gesund ist. Doch ein gut versorgtes und aufmerksam betreutes Pferd kann bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig bleiben.
Dennoch, irgendwann geht auch ein Pferdeleben seinem Ende zu. Dann stehen die Besitzer meist vor einer schweren Entscheidung. Im Idealfall darf ein Pferd bis zu seinem letzten Atemzug in seiner gewohnten Umgebung bleiben. Wird seinen Kräften entsprechend beschäftigt und dient vielleicht anderen Pferden noch als Begleit- oder Beistellpferd. Was aber, wenn man sich von ihm trennen muss? Viele Pferde, die nicht mehr die geforderte Leistung bringen, und das sind in der Regel die Tiere, die dem Gelderwerb dienen, landen auf dem Schlachthof. Auch dann, wenn sie eigentlich noch gesund sind. Privat werden die Besitzer wohl immer versuchen einen guten Altersruheplatz für ihren treuen Gefährten zu finden. Dort kann das Tier dann auch immer noch wieder besucht werden. Wo aber findet man derartige Altersruheplätze, worauf sollte man achten und was kosten sie?
Wichtig ist natürlich, dass auch die alten Tiere, die durch das jahrelange Arbeiten mit den Reitern, regelmäßig von einem Tierarzt betreut werden. Meistens leiden sie unter Gelenkschmerzen aus unterschiedlichen Gründen. Diese Schmerzen kann der Tierarzt dem Pferd nehmen, so dass es sich wieder mit Freude bewegt und sogar schonende regelmäßige Ausritte willig mitmacht. Auch auf die Ernährung muss geachtet werden. Wie bei Menschen auch, verändert sich der Stoffwechsel älterer Pferde und die Nahrung muss der Verdauung angepasst sein.
Auf jeden Fall sollte ein altes Pferd nicht irgendwo allein die letzten Jahre in einem Stall oder auf einer Weide fristen. In Deutschland gibt es in fast allen Regionen Gnadenhöfe, die sich ganz darauf eingestellt haben, alten Pferden ein Zuhause zu geben. Wer sich frühzeitig informieren will, kann sich im Internet nach passenden Höfen umsehen und vielleicht auch schon frühzeitig sich über die verschiedenen Haltungsbedingungen informieren.
Übrigens gibt es auch Gnadenhöfe, die kostenlos Pferde aufnehmen. Diese organisieren und finanzieren sich ausschließlich aus Spenden und vielen ehrenamtlichen Helfern.
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6 comments Add your comment »
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Februar 8th, 2009
Hey,
ich habe schon soviel schlechtes von Gnadenhöfen gehört (nein ich möchte das nicht verallgemeinern) aber da ist es mir sicherer, mein Pferd wird dort alt, wo es geboren ist, denn da steht es auch nun gerade und wenn es den Hof noch in 20 oder mehr Jahren gibt, dann wird er dort sein Gnadenbrot bekommen. Wenn es den Hof nicht mehr geben wird, dann ist das halt so, aber dann wird er dort alt, wo er als letztes stand und wenn ich dafür mein letztes Hemd geben muss. Ich möchte dann einfach sicher gehen, dass es meinem Pferd gut geht und ich bin der Meinung, dass nur ich das überwachen kann und ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich wenn ich mein Pferd auf einen Gnadenhof bringen würde, es dort nicht jeden Tag besuchen würde, was in dem Stall, wo es dann stehen würde, wenn es bei mir alt wird, geschehen würde, da der dann ja ganz in meiner Nähe ist.
Februar 20th, 2009
Hallo Oliver,
habe in meinem Artikel: “Wenn ein Tier stirbt” http://pfoetchenblog.wordpress.com/2009/02/10/wenn-ein-tier-stirbt/
auf dein Blog und deinen obigen Artikel verwiesen.
LG, Ulli
Februar 4th, 2011
Hi,
altes Thema, immer wieder aktuell. Leider, weil es genug gewissenlose Leute gibt, die mit Gnadenbrotpferden oder Beistellpferden auf illegale Weise ein Geschäft machen möchten. Ich werde es auf jeden Fall wie Sonny halten, unser Pferd gehört ebenso zur Familie wie unser Hund. Und die werden beide Ihren Lebensabend bei uns verbringen (das Pferd natürlich im Stall, grins).
Viele Grüße
Wilfried Gabor
August 1st, 2011
Ich habe diese Seite per Zufall gefunden und möchte nicht gehen, ohne einen Kommentar zu hinterlassen:
Alte Pferde, unbrauchbare Pferde: Gnadenhof ja oder nein?
Es ist doch so, dass so manche Pferdebesitzer ihren alten oder nicht mehr reitbaren Kameraden zwar auf einen Gnadenhof geben, aber in der Regel dann auch nicht mehr für ihn aufkommen wollen, weil sie für ein zweites Pferd nicht genug Geld haben und lieber in ein junges gesundes reitbares Pferd investieren wollen. So also wird das Pferd gegen Schutzvertrag abgegeben und oft fliest ja auch noch Geld, was aber dann den Schutzvertrag nichtig macht und jedes Recht am Pferd auf den neuen Besitzer überträgt.
Manchmal trifft es so ein Pferd wirklich gut und landet tatsächlich als „Beisteller“ bei einem Pferdefreund oder auf einem seriösen Gnadenhof, aber manchmal ist es so, dass Händler oder dubiose „Gnadenhöfe“ diese (billigen) Pferde unter dem Deckmantel eines Pferdefreundes diese billig aufkaufen oder kostenlos übernehmen, um mit ihnen dann weitere Geschäfte zu machen, sei es als Schlachtpferde ins Ausland oder als bedingt reitbare Freizeitpferde.
Übertrage ich also die Verantwortung für meinen langjährigen und nun ins Alter gekommenen oder reiterlich unbrauchbar gewordenen Freund in fremde Hände, verliere ich auch alle Rechte und jede Kontrolle – nicht anders wie bei einem Auto, dass ich verkaufe oder verschenke.
Sollte ich also wirklich ernsthaft meinem Pferd einen schönen Lebensabend auf einem Gnadenhof gönnen können und wollen, und auch wirklich sicher gehen möchte, dass alles so wird, wie man es sich vorstellt, so sollte man auch die Verantwortung und das Eigentum behalten und für seinen Unterhalt weiter Rechnung tragen, den ein Fremder hat keine emotionale Bindung zu diesem Pferd und auch keinen Grund zu Dankbarkeit für treue Dienste. Sollte man dies nicht können, sollte man sich gegenüber ehrlich sein und überlegen, ob es nicht gnadenvoller ist, seinem Freund lieber einen schnellen sanften Tod zu schenken, als eine ungewisse Zukunft, schlimmstenfalls bei dubiosen Händlern oder einem Schlachttransport in Richtung Pferdehölle, wie die Schlachthöfe in Italien.
Ich habe das Glück, dass unsere Pferde bei uns alt werden können, unsere ältesten Kameraden sind schon weit über 30 und ich könnte mir nicht vorstellen, sie woanders hinzu geben ohne wirklich weiter Einfluss auf Ihr Geschick zu haben.
Ich weiß, dass nicht jeder dieses Glück hat, umso wichtiger ist es sich ganz genau zu überlegen und genauestens abzuchecken, wo sein alter Freund bleiben kann, wenn er nicht mehr kann.
lg Marietta
August 12th, 2011
ich und meine tochter sinf heute so sehr am weinen ich musste voe 5 jahren unser pferd verkaufen heute habe ich erfahren das die 18 jährige stute in den letzen 6 wochen immer krank war ..sie war lahm hatte kolic und nun auch eine infection was mit der gebärmutter zu tun hat die besitzer wollen sie nächste woche in den serangeti park zum schlachten für die löwen hinbringen damit sie die tierarzt kosten bezahlen können ……ich bin wie gelähmt mit der nachricht ich und meine tochter die dieses pferd immer gehegt und gepflegt haben so gehen zu sehen nun frage ich was könne wir tun und den besitzern raten erstmal wollen wir versuchen geld aufzubringen sie zu retten aber wenn wir das nicht schaffen bitte bitte kann uns jemand ein rat geben