Pferdekrankheiten


Manch einer mag glauben, dass Pferde, so groß und stark wie sie sind, vor Krankheiten weitestgehend gefeit sind. Der umgangssprachliche Ausdruck „Pferdenatur“ wird ja oft im Sinne von unverwüstlich benutzt. Doch das ist natürlich Unfug. Auch Pferde werden hin und wieder krank. Ihre Größe und Stärke täuscht ein wenig über ihre Sensibilität hinweg. Sicher ist die Gefahr, dass ein Pferd krank wird umso geringer, je natürlicher und umsichtiger es gehalten wird.

Dazu gehört eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, die ganz individuell auf das Tier abgestimmt sein muss. Ein junges Pferd, dass viel arbeitet, benötigt eine andere Futterzusammenstellung als ein Pferd in fortgeschrittenem Alter. Gerade die Ernährung spielt eine große Rolle im Zusammenhang mit der Entstehung oder Begünstigung von Pferdekrankheiten. Eine ernährungsbedingte Pferdekrankheit ist zum Beispiel die Hufrehe. Diese Entzündung der Huflederhaut entsteht leicht dadurch, dass das Futter zuviel Eiweiß enthält. Jedes Zuviel ist im Grunde ein Vergiftung. Dies ist der Fall, wenn zu viel frisches Gras oder Hafer gefüttert wird. Auch altes Brot, dass eventuell von Schimmel besetzt ist, kann zu einer Vergiftung und dadurch zur Hufrehe führen. Es gibt bestimmte Medikamente, die auf Dauer eine Hufrehe begünstigen können. Schmerzhafte Gallen entstehen, wie die Hufrehe, unter anderem durch die Zufuhr von zu viel Hafer. Giftige Ablagerungen an den Sprunggelenken sind die Folge. Doch auch Mineralstoffmangel kann zu Gallen führen. Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel können zu schweren Koliken führen. Bei jeder Krankheit des Pferdes ist genau zu prüfen, ob eine Futterumstellung helfen kann.

Die meisten Pferdekrankheiten werden allerdings durch Bakterien und Viren verursacht. Zu nennen ist hier beispielsweise die Influenza. Sie ist der echten Grippe, die wir Menschen kennen, sehr ähnlich und ist ebenso gefährlich wie ansteckend. Eine andere Bakterienart verursacht die Druse. Betroffen sind besonders die Lymphdrüsen im Halsbereich. Sie entzünden sich und eitern. Da auch sie sehr ansteckend ist, gehört sie zu den meldepflichtigen Krankheiten. Auch die Strahlfäule ist eine gefürchtete Pferdekrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird.

Weiter finden sich Pferdekrankheiten, die durch mechanische Belastung, Unfälle oder auch durch das falsche Reiten begründet sind. So können unbemerkt eingetretene Gegenstände im Huf, zu einem eitrigen Abszess führen, der sich unbehandelt immer weiter frisst. Bei Verletzungen durch Unfälle ist die Diagnose meistens am Einfachsten. Oft sind es nur kleine Wunden, die der Tierarzt schnell versorgen kann. Langwieriger sind allerdings oft Pferdekrankheiten, die durch falsches Reiten eines Tieres verursacht wurden. Hier kann es zu Knochenfehlstellungen, Verknorpelungen und schweren Entzündungen kommen. Viele Pferdekrankheiten sind auf der Pferde-Weide.de beschrieben. Unerlässlich für jeden Pferdebesitzer und –halter sind fundierte Kenntnisse über die Haltung und Ernährung ihres Pferdes um unnötige Pferdekrankheiten zu vermeiden.

Wir beschäftigen uns sehr mit der Gesundheit von Pferden. Deshalb finden sie bei uns viele Ratgeber und weitere Informationen über Pferdekrankheiten auf der Pferde-weide.de. Hier einige Beträge die sie vielleicht interessieren könnten.

Sollten sie eine dringende Frage zu einer Pferdekrankheit haben oder gerne mehr über eine bestimmt Pferdekrankheit lesen, können sie uns gerne schreiben.

5 comments Add your comment »

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Menerva
Juni 15th, 2010

Druse, ist laut Angaben von meinem Tierarzt, nicht meldepflichtig.

Ruediger
Mai 2nd, 2011

Habe einen 12 jahre alten Norweger Walach.Nach dem reiten Lahmt er vorne Links. Aber immer erst Ein Tag später.Er wurde untersucht es ist kein Gelenkschaden.Wer kann mir einen Rat geben was es seinkönnte.

Nil
Oktober 2nd, 2011

Hallo
Pilzerkrankung von Pferden in den Rücken weis einer ein behandlung ohne Nebenwirkung

Roland
Juli 19th, 2012

Futter-Rehe durch Fruktane – schon besser. Aber es ist kein fehlendes Verdauungs-Enzym das die Probleme verursacht…… vielleicht noch ein bissl im Netz forschen….

Andrea
Oktober 5th, 2012

Die Liste von möglichen Krankheiten ist fast so lang wie beim Menschen. Weil Pferde nicht reden können ist es für den Besitzer besonders wichtig, permanent den Körper und das Verhalten zu beobachten, damit mögliche Beschwerden frühzeitig erkannt und beseitigt werden können. Im Zweifelsfall sollte man immer den Experten zu Rate ziehen!

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