Reitbedarf und Reiterausrüstung

4.02.2010

Die richtige Ausstattung für den Reiter:

Der Reiterbedarf fängt bei der Reithose an. Eine Reithose verhindert das Wundscheuern beim Reiten und verhilft zu einer besseren Haftung am Sattel. Es gibt Reithosen mit Knielederbesatz sowie Reithosen mit Volllederbesatz. Bei der Reithose mit Volllederbesatz führt das Leder vom Gesäß bis hinab zu den Knien.
Reithosen gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Beispielsweise die Jodphurhose für die Gangpferdereiter, die Stiefelreithose für Dressur- oder Springreiter oder die Ganzlederreithose, welche besonders gerne von Freizeit- oder Wanderreitern getragen wird. Erhältlich sind Reithosen in sämtlichen Farben und Materialien. Für welches Modell man sich entscheidet, ist eine Frage des Geschmackes sowie des Preises. Ein gemeinsames Merkmal ist der hohe Stretchanteil, der eine optimale Passform garantiert und sich wie eine zweite Haut an den Körper des Reiters schmiegt.

Um an den Punkt der Sicherheit zu denken, ist im Reitbedarf eine Reitkappe notwendig. Die Reitkappe ist das Wichtigste für den Reiter. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass der Helm ein 3-Punkt-Kinnriemen System hat und die europäische Sicherheitsnorm EN 1384 erfüllt. Eine optimale Passform sollte selbstverständlich sein, da ein schlecht sitzender Helm genauso gefährlich ist, wie ohne Helm zu Reiten!

Zum Schutz des Reiterbeines gibt es die Reitstiefel. Reitstiefel gibt es aus Leder und aus Gummi. Der Absatz am Stiefel verhindert ein Durchrutschen des Fußes durch den Steigbügel und sorgt somit für Sicherheit. Reitstiefel geben dem Bein bzw. dem Fußgelenk einen besseren Halt und verhindern die Reibung zwischen Bein und Pferdebauch bzw. der unteren Kante des Sattelblatts.

Als Alternative zum Reitstiefel gibt es die Chaps. Chaps haben den Vorteil, dass viele Reiter diese als angenehmer empfinden als die festen Reitstiefel. Es gibt Hartlederchaps (optisch von klassischen Lederreitstiefel kaum zu unterscheiden) sowie Weichlederchaps. Bei den Weichlederchaps spürt der Reiter den Pferdebauch intensiver und kann dadurch ggf. bessere bzw. feinere Hilfen geben. Ein weiterer Vorteil bei Reitchaps besteht darin, dass diese sehr schnell an- und ausgezogen werden können und man als Reiter somit flexibler ist.

Zum weiteren Reitbedarf gehören Reithandschuhe. Reithandschuhe schützen die Hand des Reiters vor Schwielen und offenen bzw. wunden Stellen. Des Weiteren hat man mit Reithandschuhen meist auch einen besseren Griff (z.B. wenn das Pferd dem Reiter ruckartig die Zügel aus der Hand reißt). Bei Turnieren sind Reithandschuhe Pflicht!

Wer, neben der Reitkappe, noch mehr für den eigenen Schutz tun möchte, sollte sich mit dem Thema Schutzweste beschäftigen. Bei den Schutzwesten unterscheidet man die Sicherheitsweste vom Rückenprotektor. Während bei letzterem wirklich nur die Wirbelsäule (der Rücken) geschützt ist, so ist bei der Sicherheitsweste auch der Brust- und Bauchbereich geschützt. Bei manchen Prüfungen ist eine Schutz und Reitweste vorgeschrieben! Die neusten Modelle sind mittlerweile so komfortabel geschnitten, dass man diese beim Reiten gar nicht spürt.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Reiterbedarfes ist die Gerte. Die Gerte dient dem Reiter als unterstützendes Mittel. Mit ihr kann der Reiter gezielt bestimmte Bereiche des Pferdes touchieren und so dem (treibenden) Schenkel eine Unterstützung geben. Wer außer dem Zügel nichts in der Hand haben möchte, kann zur Unterstützung auch Sporen benutzen. Sporen dienen (genauso wie die Gerte) zur Unterstützung des Reiterbeines. Jedoch sollten Sporen nur von erfahrenen Reitern eingesetzt werden, da hier ein ruhiges Bein erforderlich ist!

Natürlich gehören zu einem typischen Reitbedarf noch weitere Ausrüstungsgegenstände wie Stallschuhe, spezielle Reitbekleidung für Wind und Wetter oder Reithandschuhe.

Weitere Informationen über den Pferdebedarf finden sie in den folgenden Artikeln.


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